Jahreslosung 2018
Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wasser umsonst.
Offenbarung 21,6
Tageslosung




Monatsspruch für Juni 2018
          Vergesst die Freundschaft nicht, denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.
   
Hebräer 13,2
                                      Neue Pfarrer



Jauchzet Gott, alle Lande!  Psalm 66,1

 

Sich an Gott freuen, ihm zu singen, zu jubeln, ihn mit unterschiedlichsten Instrumenten zu loben, seiner Seele dankbar Ausdruck zu verleihen, ja, das ist es! Dazu ermuntern uns vielstimmig die Verfasser alten und neuen Testaments. Die Sonntage Jubilate und Kantate tun das ihre, uns dazu aufzufordern.

Es ist schön zu sehen, dass es bei allem Lobpreis Gottes zu wunderbaren “Nebeneffekten“ kommt. Der Lobpreis ist ja nicht nur etwas, das Gott “berühren“ soll. Wer die Worte des Kolosserbriefs beherzigt: “...mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen“, der merkt recht schnell, wie ihm dieses “dankbare Singen“ das Herz froh und munter macht. Ja, dankbares Gott-Singen beschenkt mich selbst, beglückt und erfüllt. Da tut sich etwas an Herz und Gemüt.

Es ist doch wunderbar, dass sich, indem ich meinem Gott singe und spiele, Gutes an mir ereignet. Ja: “Die Freude am Herrn ist unsere Stärke!“ Nehemia 8,10

Wenn ich an die Jahre in Botswana zurückdenke, fallen mir die vielstimmigen Chöre oder die Marimba-spielenden Jugendlichen ein und damit ihre Freude ausstrahlenden Gesichter. Und dann, dieser wunderbare Lobpreis aus tiefster Seele: “Nur Jesus, Jesus allein, Jesus, du Geliebter meines Herzens...“ Gott loben macht offensichtlich Freude. Dabei darf es mit großer Vielfalt zugehen, wie z.B. Psalm 150 zeigt: Selbst Kastagnetten, so muss wohl übersetzt werden, sind neben Saiteninstrumenten, Pauken, Pfeifen, Harfen und Hörnern mit dabei.

Wer Anfang März in unserer Kirche dem Rachmaninov-a-capella-Ensemble aus der Ukraine  zuhören konnte, hat wiederum ganz anderen Klängen, oft wunderbar zarten und harmonischen der orthodoxen Christenheit, lauschen dürfen. Wir merken, beim “Jauchzet Gott alle Lande“ ist die Vielfalt offensichtlich geplant. Der gelegentliche Gesang mit Gitarrenspiel unserer iranischen Gemeindeglieder hat uns über die letzten Jahre wiederum an ganz anderem, von Herzen kommendem Lobpreis unseres Gottes, teilhaben lassen. Und wenn wir uns allein die Fülle der verschiedenen Instrumente und Stücke, die wir in unseren Gottesdiensten schon von unserer Empore hören durften, vor Augen und Ohren führen, wird eins deutlich: Gott spricht nicht nur viele Sprachen, er erfreut sich und uns offensichtlich auch auf vielfältigste Weise.

Psalm 150 ruft uns zu:

 Lobet ihn für seine Taten...

Lobet ihn mit Posaunen,

lobet ihn mit Psalter und Harfen!

Lobet ihn mit Pauken und Reigen,

lobet ihn mit Saiten und Pfeifen!

Lobet ihn mit hellen Zimbeln...!

 

Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!

      Es grüßt

      zu Jubilate und Kantate 

      Ihr/Euer

                 Pastor Thomas Seifert