Jahreslosung 2017:
Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.
Hesekiel 36,26

Tageslosung



Monatsspruch für November 2017
          Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.
   
Hesekiel 37,27
                                                  Kirchentag



     

  

Ökumenische Bibelwoche 2016

„Augen auf und durch!“

Texte aus dem Buch des Propheten Sacharja

 

1. Abend:       Montag, d. 25. Januar 2016,  19.00 Uhr

                    Stephanusgemeinde

                    „Wenn etwas in Bewegung kommt“

                    Sacharja  1, 7 – 17

 

2. Abend:       Dienstag, d. 26. Januar 2016,  19.00 Uhr

                    St. Bernward - Gemeinde

                    „Offen für alle“

                    Sacharja  2, 1 – 9

 

3. Abend:       Mittwoch, d. 27. Januar 2016,  19.00 Uhr

                    Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde, Melverode

                    „Gottes neue Kleider“

                    Sacharja  3

 

4. Abend:       Donnerstag, d. 28. Januar 2016,  19.00 Uhr

                    St. Thomas - Gemeinde

                    „Wenn Frieden greifbar wird“

                    Sacharja  9, 9 – 10

 

5. Abend:       Freitag, d. 29. Januar 2016,  19.00 Uhr

                    Paul-Gerhardt-Gemeinde

                    „Eine Quelle zur Reinigung“

                    Sacharja  12, 9 – 13,1

 

Ökumenischer Gottesdienst:  Sonntag, d. 31. Januar 2016 

 

18.00 Uhr Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Melverode

„Alle Welt schweige“

Sacharja 2, 10 - 17

 

 


     

  

Die Taufe -

Wann und warum überhaupt?

 

Lassen Sie sich herzlich einladen zu einer

Ökumenischen Podiumsdiskussion

Es begrüßen Sie:

Pf. Reinhard Arnold - Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde (Ev. Luth.)

Pf. Eckehard Binder - St. Thomas-Gemeinde (Ev. Luth.)

Pf. Christoph Harmening - St. Bernward-Gemeinde (Kath.)

Pf. Thomas Seifert - Paul-Gerhardt-Gemeinde (SELK)

Viktor Sudermann - Stephanus-Gemeinde (Ev. Freik.)

 

Sonntag, den 15. November 2015,

um 18.00 Uhr

 

in der Stephanus-Gemeinde

Halberstadtstraße 9, 38124 Braunschweig-Heidberg


 

 

Ökumenische Bibelwoche im Heidberg im Januar 2015

 

In diesem Jahr beschäftigte sich die ökumenische Bibelwoche unter dem Oberthema „Wissen, was zählt“ mit dem Galaterbrief.

 

Sie begann mit einem Eröffnungsgottesdienst in unserer Kirche. In der Predigt zu Galater 1 führte uns Pastor Arnold von der Dietrich –Bonhoeffer-Gemeinde in Melverode unter dem Thema „Der Wahrheit verpflichtet“ in die Situation der Galater ein. Der Brief des Apostels Paulus an die Galater ist gerichtet an Gemeinden in Galatien. Die Aufregung des Paulus ist nur zu verstehen, wenn man weiß, wie sehr ihm die Gemeinden am Herzen liegen. Die Grenzen der Toleranz sind dann erreicht, wenn wir glauben, alleine vor Gott bestehen zu können. Es ist wichtig zu wissen, was wirklich zählt.

Dem Gottesdienst folgten dann vier Bibelabende in den vier anderen Gemeinden. Am ersten Abend in der St. Thomas Gemeinde führte Pastor Binder unter dem Thema „Zur Rede gestellt“ sehr anschaulich in die Biografie des Apostels Paulus ein und beschrieb den Apostelkonvent in Jerusalem, auf dem es um die Differenzen und Zielsetzungen bei der Mission unter Juden und Heiden ging. Trotz Einigung kam es dann in Antiochien zu einem Zwischenfall, als Petrus zunächst unter Missachtung jüdischer Speisevorschriften mit den Heidenchristen speist, dann aber plötzich umschwenkt, als weitere Judenchristen dort eintreffen.

Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich Paulus auch in dem Brief, in dem er deutlich macht, dass Christen nicht durch die Einhaltung von Gesetzen sondern durch den Glauben gerecht werden. Die neue Existenz des Christen besteht darin, dass Christus in mir lebt, wenn ich mich ihm im Glauben öffne. In den anschließenden Gruppengesprächen ging es dann um „Multi-Kulti“ im Glauben und „Christus in mir“.

 

Der zweite Abend fand in der Stephanusgemeinde unter dem Thema „Von Söhnen und Knechten“ statt. Pastor Sudermann stellte uns 8 Gegensatzpaare aus Galater 3 vor: Geist – Fleisch, Segen – Fluch, Verheißung – Gesetz und Sohn – Knecht. In diesem Kapitel geht es erstmals in einem sehr frühen Brief  (ca. 55 n. Chr.) um eine konsequente Rechtfertigungslehre. Das Gesetz soll die Gerechtigkeit Gottes deutlich machen, es ist ein Zuchtmeister auf Christus hin und soll uns Menschen hörfähig machen. Das Halten der Gebote soll aber Gott keine Vorschriften machen, sonst wird das Gesetz zum Fluch. Wir sollen nicht Knechte sein, die ihre Pflicht erfüllen, sondern „Söhne“, d.h. Erben des Vaters.

„Vom Rückfall bedroht“ war das Thema des dritten Abends in der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde in Melverode. Wir beschäftigen uns mit dem vierten Kapitel des Galaterbriefes. Durch den Glauben an Christus wurden die Galater vom Gesetz befreit und Paulus warnt sie vor dem Rückfall in die Gesetzlichkeit. Auch für uns gilt, dass wir durch den Glauben an Christus Erben der Verheißungen werden.

 

Zum Abschluss trafen wir uns in der St. Bernward-Gemeinde. Pfarrer Harmening brachte und das vierte Kapitel des Galaterbriefes nahe. Die Galater und wir werden darin aufgefordert aus Liebe und nicht aus Gehorsam zu handeln. Vom Glauben her sollen wir nicht aus Pflichtgefühl handeln wie die Knechte sondern Überzeugungstäter werden, eben „von Gott regiert“. Als praktische Orientierung nennt Paulus in diesem Kapitel einen Laster- und einen Tugendkatalog.

 

Was nehme ich mit: z.B. dass Paulus von Christus Jesus spricht, weil ihm der historische Jesus nicht so wichtig ist sondern der in Jesus verwirklichte Christus. Ich habe in dieser Woche einen tollen Einblick in den Galaterbrief erhalten, gute Gespräche und Gemeinschaft mit Christen anderer Konfessionen im Heidberg und Melverode erlebt und Zeit gefunden, intensiver über meinen Glauben nachzudenken. 

Dorothee Bellin

 

 

Podiumsdiskussion der Heidberger Ökumene am 26.02.2012

Wie wörtlich das Wort denn zu nehmen sei

Wege zur Bibel

Wie glaubwürdig ist die Bibel

Unter diesen drei Überschriften fand ich die oben genannte Podiumsdiskussion in den verschiedenen Gemeinden angekündigt, da war eine Vielfalt schon vorgegeben.

Zu Beginn wurden die Zuhörer aufgefordert sich selbst Gedanken zu machen und sie auf vorbereitete Stellwände zu notieren.

Die Bibel ist für mich glaubwürdig weil ...

In der Bibel habe ich Probleme mit ...

Dann begannen die vier Pastoren im Heidberg sich kurz mit der Bedeutung der Bibel für ihre Konfession vorzustellen.

 Pfarrer Christoph Harmening von der katholischen St. Bernward - Gemeinde betrachtet die Schrift immer unter der Fragestellung ‚Was sagt meine Kirche dazu’, weil das Ringen um die Einheit der Weltkirche sich auch auf die Schriftauslegung bezieht.

 

Sola scriptura (allein die Schrift) steht für Pfarrer Binder von der ev.-luth. St. Thomas - Gemeinde für die Freiheit keiner bestimmten Auslegetradition zu folgen, sondern den Text historisch-kritisch zu betrachten und sich zu fragen, was kann der Text uns heute sagen.

Auch Pastor Thomas Seifert sieht in der Schrift die alleinige Richtschnur, orientiert sich aber an Martin Luther, der gesagt hat, dass wir in der Schrift Christus entdecken sollen, denn er ist der Meister der Schrift. Und er zitiert die Heilige Schrift „as Wort kommt aus der Predigt, das Predigen aber aus dem Worte Gottes".

 

Für die Evangelisch-freikirchliche Stephanusgemeinde berichtet Pastor Viktor Sudermann, dass die Suche nach der Anwendung im Mittelpunkt des Umgangs mit der Bibel steht. Was hat das Wort mir zu sagen, eine pneumatologische Sichtweise, bei der es um die Suche nach der Führung durch den heiligen Geist beim Verständnis der Heiligen Schrift geht.

 

 

Anschließend entstand ein reger Austausch auf dem Podium bereichert durch Beiträge und Fragen aus dem Publikum. Pfarrer Binder betonte, dass das Bibelverstehen immer in einem sozialen und politischem Kontext geschieht, der mit zu berücksichtigen ist.
 Für Pfarrer Harmening ist es aber wichtig, dass nicht ich in der Bibel suche, was mir etwas sagt, sondern ich mich frage, was will der Text mir sagen. Für ihn ist die Bibel ein heiliges Buch mit Offenbarungscharakter. Deshalb sieht er auch eine Gefahr darin, wenn Menschen von „ihrer Bibel" sprechen, dass sie versuchen Gott in die eigne Tasche zu stecken. Es ist gut, wenn Menschen sich in der Bibel auskennen und ihre eigenen geschichtlichen Erfahrungen damit machen, aber Bibel sollte auch immer in Gemeinschaft gelesen werden, damit man im Austausch über die Bibel lernt, den Heiligen Geist vom „eigenen Vogel" zu unterscheiden.

Der Frage aus dem Publikum, ob man die Bibel in allen Dingen wörtlich nehmen müsste oder wann sie wörtlich zu nehmen sei und wann nicht, näherte sich Pastor Harmening am Beispiel des Gangs von Jesus auf dem Wasser. Für ihn steht dahinter die Tatsache, dass Menschen es damals so erlebt haben. Ob es so wirklich so wahr, weiß er nicht, aber er traut es Gott zu, denn Gott ist mächtig und treu. Pastor Seifert berichtete aus seinen Erfahrungen als Missionar, wie die Menschen in der Kalahari biblische Geschichten verstehen, weil sie wesentliche Momente des Menschseins enthalten.

Fragen nach der Allmacht Gottes und die Theodizee-Frage (wie kann Gott all das zulassen) wurden auf sicher folgende Diskussionsabende verschoben.

Der Abend endete mit Schluss-Statements der vier Heidberger Pastoren.

 

Pastor Binder wies auf die Vielschichtigkeit biblischer Texte hin und die damit verbundenen vielfältigen Zugänge (alleine lesen, in Gemeinschaft lesen, meditieren, Bibliodrama, als Zeugnisse verstehen) und er ermuntert sich auf das Wagnis mit der Bibel einzulassen.

Pastor Harmening will in Zukunft die Bibel noch mehr für sich persönlich lesen, zusätzlich zur täglichen Bibellese in seiner Arbeit mit dem Hintergrund der Weitergabe. Er fordert die Zuhörer auf, die Bibel im Vertrauen auf Gott zu lesen.

Pastor Seifert berichtet davon, wie er selbst den Zugang zur Bibel gefunden hat, als er bei einer Freizeit für junge Erwachsene mit einer täglichen Meditationszeit von einer halben Stunde zu einem Bibeltext konfrontiert wurde und Gott plötzlich durch den Text zu ihm sprach. Auf Anraten des Leiters, Klaus Vollmer, studierte er danach täglich ein Kapitel im Matthäus-Evangelium, ließ sein Bauingenieurstudium fallen und entschied, Missionar zu werden. Ähnliches erlebte er dann in Botswana, als eine Frau allein durch den Text über den Schächer am Kreuz einen Zugang zum Glauben fand.

Pastor Sudermann verglich biblische Texte mit einem Liebesgedicht. Der Autor hat das Gedicht aus eigener Erfahrung in der Begegnung mit einem Menschen geschrieben. Für die Leser wird diese Erfahrung wieder lebendig in Begegnung mit anderen Menschen. So berichtet die Bibel von Begegnungen, die Menschen mit Gott hatten. Das Lesen dieser Texte ermöglicht neue Begegnungen zwischen Menschen und Gott.

Schade eigentlich nur, dass so wenige Gemeindeglieder aus unserer Gemeinde sich durch dieses Thema locken ließen.

Dorothee Bellin