Schutzkonzept für Gottesdienste der Paul-Gerhardt-Gemeinde Braunschweig unter Corona-Bedingungen
Stand 20. April 2022



Vorbemerkungen
Dieses Schutzkonzept orientiert sich vordringlich an der „Handreichung für Gemeinden der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zur Organisation von Gottesdiensten unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie“, die von der Arbeitsgruppe Kirchenleitung und des Kollegiums der Superintendenten am 25. April 2020 veröffentlicht wurde.

Dieses Schutzkonzept ist von der grundsätzlichen Überzeugung getragen, dass wir in allen Krisen und Gefahren unter dem Schutz und der Obhut unseres himmlischen Vaters stehen:
„Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? 32 Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. 33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ (Mt 6,31–33).

„9 Wer ist unter euch Menschen, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete? 10 Oder, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete? 11 Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!“ (Mt 7,9–11)

Zugleich nimmt dieses Schutzkonzept ernst, dass Christen trotz allem Gottvertrauen schwach und angefochten sein können. Darum nimmt es die Ratschläge des Apostels Paulus ernst, um der Liebe willen auf die Schwachen und Angefochtenen Rücksicht zu nehmen:

„Den Schwachen im Glauben nehmt an und streitet nicht über Meinungen.“ (Röm 14,1)

„Der eine hält einen Tag für höher als den andern; der andere aber hält alle Tage für gleich. Ein jeder sei in seiner Meinung gewiss. 6 Wer auf den Tag achtet, der tut’s im Blick auf den Herrn; wer isst, der isst im Blick auf den Herrn, denn er dankt Gott; und wer nicht isst, der isst im Blick auf den Herrn nicht und dankt Gott auch.“ (Röm 14,5–6)

„Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette.“ (1Kor 9,22)


1. Grundbedingungen zum Besuch der Kirche

1.1 Registrierung
Die Besucher werden gebeten, sich am Eingang der Kirche in eine Teilnehmerliste einzutragen.

1.2 Mindestabstand
Im Bereich der kirchlichen Räumlichkeiten wird darum gebeten, - sofern die Möglichkeit besteht - zu Personen, die nicht in einer Hausgemeinschaft leben, angemessenen Abstand einzuhalten.

1.3 Bevollmächtigte für die Einhaltung des Schutzkonzeptes
- entfällt -

1.4 Ausreichende Belüftung
Es soll während des Gottesdienstes die Kirchentür geöffnet bleiben.

1.5 Schutzmasken
Die Gottesdienstbesucher sollen, wenn sie sich in der Kirche bewegen, Masken tragen. Während des Gesanges wird ihre Verwendung empfohlen.

1.6 Desinfektion der Hände
Im Eingangsbereich der Kirche wird diese Möglichkeit angeboten die Hände zu desinfizieren.


2. Die Gestaltung der räumlichen Möglichkeiten

2.1 Aufnahmekapazität der Kirche
- entfallen - 


3. Die Gestaltung des Gottesdienstes im Allgemeinen

3.1 Gemeindegesang im Kirchraum und Gemeindesaal
Der Gemeindegesang ist erlaubt. Die Chöre wirken an den Gottesdiensten mit.

3.2 Praktizierung einer kompakten Gottesdienstform
- entfallen -


4. Feier des Heiligen Abendmahls

4.1 Grundsatz
Solange die Gefahren durch die Corona-Pandemie bestehen, werden Maßnahmen ergriffen, die dieser außergewöhnlichen Notsituation gerecht werden sollen. Sie sollen möglichen gesundheitlichen Risiken, sowie Sorgen der Gottesdienstbesucher entgegen wirken. Sie sollen keine neuen Traditionen begründen oder die althergebrachte Abendmahlsfeier dauerhaft ersetzten.

4.2. Wahrung des Mindestabstandes
- entfallen -

4.3. Ablauf
Nach Empfang der Abendmahlsgaben, sowie des Segens, verlassen die Gottesdienstbesucher auf direktem Wege das Kirchgebäude durch die Sakristei und nehmen durch Nutzung des Haupteinganges ihre Sitzplätze wieder ein.

4.4. Empfang der Abendmahlsgaben
Neben der althergebrachten Form der Abendmahlsfeier mit Gemeinschaftskelch wird übergangsweise noch folgende Form angeboten: Der Pfarrer benetzt am Altar die Hostie durch geringfügiges Eintauchen in den Kelch und deckt die jeweiligen Behältnisse wieder ab. Er legt jeweils einzeln die Abendmahlsgaben auf eine Unterlage und legt diese für den Abendmahlsempfänger erreichbar ab. Er zieht sich zum Altar zurück. Die Abendmahlsempfänger kommen jetzt zu ihren markierten Plätzen, sie konsumieren die Gaben und werden aus gebührendem Abstand gesegnet. Die Unterlage für die Abendmahlsgaben wird jeweils nur für ein Gemeindeglied verwendet und von diesem nach dem Abendmahl (siehe 4.3) in einem gesonderten Behältnis abgelegt.

4.5 Hygienemaßnahmen des Pfarrers
Der Pfarrer achtet auf die Desinfektion seiner Hände.


5. Allgemeine Beichte
- entfallen -


6. Anpassung und Evaluation

Dieses Konzept unterliegt auf Grund der sich ständig wandelnden gesetzlichen, gesundheitlichen und geistlichen Gegebenheiten der regelmäßigen Aktualisierung durch den Vorstand der Paul-Gerhardt-Gemeinde Braunschweig.

Dies geschah zuletzt mit den Beschlüssen des Kirchenvorstandes vom 29. Dezember 2021 und 20. April 2022.